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Konzertfantasie von Shoy
Dies ist eine Fantasie im wahrsten Sinn des Wortes, sie versetzt dich in die mitreißende
Depeche Mode-Konzertatmosphäre. Lass dich packen vom live-Feeling und fühl dich dabei
wie unter Tausenden von gleichgesinnten Devotee-Seelen in der Glückswolke schwebend...
Ich habe diese Konzertfantasie im Oktober 2005 geschrieben, also noch vor der
"Touring The Angel"-Tour, gleich nachdem ich mir das neue Album "Playing The Angel" angehört
hatte, das mich komplett von den Beinen geholt hat. Die Musik hat in mir kreative Inspirationen
fließen lassen, und ich habe so etwas wie eine Vision erlebt, die ich festgehalten habe, weil ich sie mit
Euch teilen wollte. Vieles traf so ein, wie ich es in der Vorausschau gesehen, gehört und gefühlt hatte:
Z.B. wurde "I Want It All" tatsächlich mit Drums unterlegt, um livetauglich zu werden, die für mich
sehr spacige Atmosphäre des Albums wurde mit der Bühnendeko bestätigt, der trompetige
Alarmsound von "A Pain That I'm Used To" wurde zum Startsignal für die Show, und wir haben
alle beim Refrain "John The Revelator" begeistert die Arme in Richtung Dave hochgeschmissen...
Now welcome to my DM world and let me take you on a trip!

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Touring The Angel
Intro
Die Lichter gehen aus. Introspectre klingt an: Einsame, verlorene Klänge wie
eine Reise in unendliche Weiten… Dann bricht sich ein Soundgemisch aus
startenden Triebwerken und Jericho-Trompeten Bahn, baut sich weiter auf aus den
schweren Rhythmen von "The Sinner In Me", immer wieder begleitet von diversen Bleeps.
Ein bisschen WalkingInMyShoes-Atmosphäre kommt auf. Bodennebel kriecht,
weiße Laserblitze lassen die silbrige Bühnendeko erahnen.
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Seelentrips
Mit Schockwirkung treibt uns die Alarmsirene von A PAIN THAT I’M USED TO
aus dem Zombieroom und liefert die Initialzündung für die harten Beats.
Von Null auf Hundert gehen dazu Strahler an und enthüllen die Band - JUBEL!!!
ETS-Gitarrenklänge lassen verschneite Berge vorm inneren Auge erscheinen, hart und kalt.
Dave singt den Song raus wie eine Anklage. Der relativ gefällige Refrain macht diesen
Einstiegs-Song in die folgenden Seelentrips einfacher. Der Groove jagd die Stimmung hoch!
Bleep-blink… Krieg-der-Sterne-Assoziationen. Nach diesem zarten Anklopfen springt
uns der Song ins Gesicht. Live-Drums setzen ein und treiben den Song nach vorne.
Dave’s Gesang rockt wie zu besten SOFAD-Zeiten; er singt geradezu bluesig, Route 66
drängt sich auf. Die jetzt völlig nach vorn gemischte langgezogene und wunderbare
Synthlinie macht das Ganze zur dramatischen Geschichte und lässt uns alle
wie in Trance hin- und herwogen. Beim Refrain schmeißen wir die Arme in die Höhe
und schreien "JOHN THE REVELATOR" mit - das rockt! Die Bleeps am Ende
schalten uns wieder eine Stufe runter, damit wir bereit für den nächsten Song sind.
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Die Sonne bricht durch
Jaaaaa! Geile PersonalJesus-artige Riffs erklingen! Mit wippendem Haupt
gibt Martin am Bühnenrand den Drive an. Alle Köpfe fangen an, im harten Rhythmus
mitzunicken. Dave’s Gesang setzt zusammen mit seinen Hüften ein und Enttäuschung und
Desillusionierung strömen uns entgegen. Doch: “I still believe”, Hoffnung macht sich breit.
Das “Hang on”-Dur täuscht Erlösung vor, bevor es mit “Suffer well, sometimes it’s hard”
wieder ans Eingemachte geht. Doch wieder: “An angel led me…” - die Sonne bricht durch
und spätestens beim letzten “SUFFER WELL” strahlt ein glückliches JA auf allen Gesichtern.
Mein Gott, diese treibenden Beats in Verbindung mit den Blues-Riffs gehen so in den Körper!
WOW! Der jetzt einsetzende sinnlich langsame und schwer pulsierende Sound kann
nur Sünde sein! Dave’s Stimme fließt uns mit THE SINNER IN ME verführerisch entgegen.
Schnarren und gnadenlos hartes und schnelles tcktcktck machen den Song ein bisschen
dreckiger. Massive Attack. Er will den Sünder in sich loswerden? Hört sich aber an, als würde
er sich durch ihn ganz gut fühlen… Atmosphärische Störungen beenden diese Ambivalenz
und leiten in den großartig wummernden, technoartigen Schlussteil über - der beutelt!
Stroboskoplaser. Dave singt das letzte Mal seine Beschwörungsformel “If I could just hide…”,
wie ein Mantra, als wolle er es allein durch die Wiederholung wahr machen.
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Erste Feuerzeuge gehen an
Warmes Licht geht an, harmonische Klänge füllen weich die Arena.
Puh, eine Erholung vom vorangegangenen emotionalen Tieftauchgang! Trotz der
Traurigkeit von PRECIOUS ist der Sound des Songs wie eine warme Woge, auf der wir
uns treiben lassen können. Ein Song wie Samt - Dave’s Stimme - und fließende Seide.
Erste Feuerzeuge gehen an.
Stille. Heilige Tam-Tams leiten MACRO ein. “Whispering cosmos, talking right to me,
Unlimited endless…” Die dazu pulsierenden Sounds und scharfen Blinks versetzen uns in
ein Sternforschungszentrum, wo den Signalen von Sternen und fernen Pulsaren gelauscht
wird. Martin zeigt wieder so wunderschön, wie treffsicher er mit seiner Stimme umgehen kann.
“…one universal celebration…”, unsere Herzen gehen auf. Das ist wie eine weltweite Vernetzung
und Umarmung von Devotee-Seelen, Gänsehaut bei uns allen. Diese weichen Streicher mit
den harten Synthiesounds! Die Kontraste wühlen auf. Vertauschte Rollen: Am Schluss singt
Dave wunderbar sanft die Begleitstimme und lächelt dabei warm zum “Frontmann” Martin rüber…
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Sternschnuppenklänge
Ein Rieseln von Sternschnuppenklängen und Dave’s langsamer und luftiger Gesang
lassen Bilder vom “I Need You”-Video aufsteigen. Der Song wäre für Depeche Mode zu flach,
wenn ihn nicht dieses irritierende knochentrockene “Störgeräusch” davor retten würde,
das die nötige Härte reinbringt. Gekonnt! Für’s Konzert dazugemischte unterschwellige
Drumbegleitung macht das Ganze livetauglich und gibt mehr Drive. Dave auch mal als
sanfter Balladensänger, da gehen unsere Herzen auf und die Feuerzeuge an. Der mit Sounds
reich gefüllte Schlussteil und Martins Stimme dazu - klasse Wendung mit unvermuteter
Wucht. Dave singt so ernstgemeint “I WANT IT ALL”, Selbsterkenntnis…
Nacht senkt sich herab. Düsteres Schnarren. Irgendwo schlägt eine unheimliche
Glockenmelodie an. Der sonore Gesang von Dave fließt in die Arena und ist
geradezu hypnotisch. Geil! Eine perfekte Mischung aus organischem Schlagzeug
und synthetischen Sounds füllt die Halle. Dazu diese herrlich dunkle Melodie…
Ach, können Leiden und Sehnsucht doch “schön” sein! Aber dann, ein Lichtstrahl:
“Even the stars look brighter tonight”. Und Dave singt sein “NOTHING'S IMPOSSIBLE”
mit so viel Ruhe und Sicherheit… Ja, ALLES ist möglich, man muss sich nur darauf
einlassen können. Wir schmelzen dahin, Wunderkerzen verzaubern die Athmosphäre.
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Verführerisch und lockend
Huch… asiatisch anmutende Klänge… Aber es passt, weil sie trotzdem DM-artig sind.
Mit Martins gedoppeltem Gesang kommt der Gedanke an die Beatles auf. Er schraubt
sich unvergleichlich in den wunderbaren Refrain hoch, den er erstaunlich hart auf
den weichen Text singt - da ist so viel Schmerz drin. “I forget to sense I’m dying…
I forget I’m old and dying.” Wer bei dem Bekenntnis nicht schlucken muss, bei dem ist
irgendwas nicht angekommen. Wieder sind es die harten Synthiesounds, die verhindern,
dass DAMAGED PEOPLE zu tränenreichem Schmalz wird. Perfekte Ausgewogenheit
von weich und hart. Unsere Herzen fühlen mit. Die eine oder andere Träne rollt.
Drums wummern los! Schnelle Beats bringen wieder Leben in die Bude.
Die Synthlinie und Martins “Aaaaah” füllen die Arena. Ooh LILIAN. Hat Dave die Töne
jemals so gezogen und lautmalerisch eingesetzt, um eine Rolle auszufüllen? Das zieht
auch bei uns. Zwischendurch kitzelt dreckiges Schnarren an der Wohlerzogenheit.
Hawaii-Gitarre und 3 kurze ETS-Klänge überraschen. Dave singt wieder gänsehaut-schön
tief - Leonard Cohen lässt grüßen - und klingt klasse unanständig. Beschwörend verführerisch
und lockend, verdreht uns den Kopf. Mensch Martin, an wen hast du bei dem Song bloß gedacht?
Er lässt uns ausgeliefert zurück…

Ein haltloses Treiben im dunklen Weltall
Boop-beep… peil. Kurs einstellen und das Shuttle progammieren auf THE DARKEST STAR.
Wieder Lichtblitze. Die Klavierpassage lässt das schöne Bild von Alan am Flügel aufsteigen.
Dave’s düsterer Gesang nimmt uns gefangen. Seele an Seele. Der Song ist wie ein
haltloses Treiben im dunklen Weltall, auf der Suche nach einer lebensspendenden Sonne.
Martins langgezogenes halliges “Aaaaaah” schwebt aus einer anderen Galaxie heran.
Eindringlicher Schlussrefrain, klingt so verzweifelt. Am Schluss driften wir manövrierunfähig
in die dunklen Weiten ab, pausenlos plinkernde Suchsignale abgebend…
Jetzt ist FREE wie eine Befreiung, auch wenn es kein “fröhlicher” Song ist. Der
durchgängig schnelle Rhythmus lässt keine Atempause - das wird mit Live-Drums heftig!
Dave singt, als würde er getrieben, druckvoll gesungene Verzweiflung. “I’ll never be free…
sisters and brothers, I’ll never recover from this kind of tenderness...” Genau!
Jeder Widerstand ist zwecklos, wir sind DM hoffnungslos verfallen… Schön, im Schmerz
zu baden, wenn man weiß, dass es nur für die Dauer eines Songs ist. Laserflimmern.
Blimpern, Klingeln und quetschige Sounds aus allen Ecken lockern die Düsternis auf
und liefern zusammen mit den wuchtigen Drums die nötige Härte für tanzbaren Beat.
Dave singt uns lächelnd bei dem eben zitierten Text an und bedankt sich so auf seine Art
bei uns für das, was wir ihm durch unsere Begeisterung geben. *Seufz* Wir sind hin und weg…
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Kannst du ein wenig Liebe spüren? Träum weiter, träum weiter
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